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Fallschirmjäger in Kunduz: Wir kamen, um zu helfen, und erlebten den perfiden Terror!

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LustigeSchnecke

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Kurzbeschreibung

Erscheinungstermin: 22. August 2010

Wenn sich junge Männer wie Robert Eckhold freiwillig zum Auslandseinsatz der Bundeswehr bewerben, dann oftmals mit dem Wunsch, einer sinnvollen Sache zu dienen. Im Buch Fallschirmjäger in Kunduz beschreibt Robert Eckhold aus der Sicht eines Soldaten einer Fallschirmjägereinheit der Bundeswehr seinen Einsatz im afghanischen Kunduz. Dass in diesem Einsatz neben Motivation und dem Wunsch, etwas verändern zu können auch Begriffe wie Zweifel, Verrat, Sinnlosigkeit, Tod und extreme traumatische Belastungen eine Rolle spielen sollten, ahnte Robert Eckhold vor der Abreise nach Afghanistan nicht. So beginnen auch die ersten Seiten des Buches in der Beschaulichkeit des rheinland-pfälzischen Zweibrückens, wo Robert Eckhold seinen Dienst als Soldat auf Zeit in einem Fallschirmjäger-Bataillon leistet. Da allerdings bereits einige Einheiten aus Zweibrücken im afghanischen Kunduz stationiert wurden, kommen bald schon die ersten Meldungen von gefallenen und verletzten Soldaten aus dem eigenen Kasernen-Umfeld. Dennoch entscheidet sich Robert Eckhold freiwillig für den Einsatz in der Krisenregion. Von der ISAF-Mission überzeugt, stellt er sich der Herausforderung mit der Sorglosigkeit eines noch vom Kampfeinsatz verschont gebliebenen Soldaten. Die einzelnen Schauplätze bei Tag und zur Nacht in Afghanistan formen ein Bild des ganz persönlichen, aber auch des bundesdeutschen Wirkens in der Region. Der Glanz des Auslandseinsatzes blättert für Robert Eckhold dann auch sehr schnell von dem mit politischen und multilateralen Ziel- und Friedensparolen übertünchten Gebildes der ISAF-Mission ab: Ein Feind, der oftmals nur dann zu sehen ist, wenn er sich inmitten von unschuldigen Menschen in die Luft sprengt. Afghanische Verbündete, die in Motivation, Ausbildung, Ausrüstung und Vertrauen zu wünschen übrig lassen. Das Wissen, eine Ausrüstung im Einsatz zu haben, die nicht allen Erfordernissen an die Sicherheit und den Schutz der eigenen Soldaten entspricht. Der mangelnde Rückhalt zu Hause, im Freundeskreis, in Medien und Organisation. Und letztlich auch das direkte Erfahren von Tod und Verletzung der eigenen Kameraden im Kampfeinsatz durch hinterhältige Anschläge. All das führt neben all den körperlichen und seelischen Wunden, denen sich deutsche Soldaten im und nach dem Auslandseinsatz stellen müssen, zu vielen ganz aktuellen innenpolitischen Fragen. Fragen - nicht nur von Soldaten - an die Sinnhaftigkeit der Verteidigung und Friedenssicherung Deutschlands im fernen Afghanistan. Aber auch Fragen an die langfristige Unterstützung all derer, die an solchen Friedensmissionen teilnehmen und Opfer hinterhältiger Anschläge und anderer traumatischer Belastungen werden. Um seine eigenen, im Buch ausführlich geschilderten traumatischen Erfahrungen aus Kampfeinsätzen zu verarbeiten, brachte Robert Eckhold viele Erlebnisse eindrücklich, bewegend und für den Leser sicher auch schockierend schwarz auf weiß in Buchform zu Papier. Damit will er nicht nur die Verarbeitung persönlicher Erlebnisse unterstützen, sondern der Öffentlichkeit - Interessierten wie auch Kritikern - die Möglichkeit geben, sich ein eigenes, reales Bild von den durch die Medien verbreiteten, aber oftmals nur unzureichenden Informationen vom Bundeswehreinsatz in Afghanistan zu machen. Zudem liegt dem Autor die positive Veränderung hinsichtlich der Unterstützung in der Bevölkerung für die deutschen Soldaten besonders am Herzen, die sich in der Heimat nach der Rückkehr von ihren Auslandseinsätzen oftmals mit herben Beschimpfungen wie Mörder, gesellschaftliche Versager oder Verschwender von Steuergeldern konfrontiert sehen.

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